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TAGESBETREUUNG  
nav Gedächtnistraining und Ergotherapeutische Gruppenarbeit mit Personen die an Morbus Alzheimer und anderen Demenzformen erkrankt sind.
Das Gedächtnistraining findet jeden Mittwoch von 8.30 bis 9.30 Uhr statt.

Anschließend wird 1 Stunde "Kreatives Werken und Bewegung mit Musik" angeboten.

In der Gruppe werden Teilnehmer sowohl im kognitiven (die Erkenntnis betreffend) als auch im sozialen Bereich stimuliert. Bei fortschreitender Erkrankung ist die Gruppenarbeit die Methode der Wahl,da sich Schwerstdemenzkranke in einer Gruppe geborgener fühlen. In den Gruppeneinheiten wird viel mit Bewegung und Singen gearbeitet - dadurch wird die motorische Unruhe etwas abgebaut. Gut ist es Teilnehmer mit weniger ausgeprägter Demenz und Personen mit schwerer Demenz in einer Gruppe zu betreuen. Eine neu aufgebaute Gruppe sollte maximal von 4 - 6 Teilnehmern besucht werden. Eine Gruppeneinheit sollte 45 Minuten nicht überschreiten.

Im Mittelpunkt steht der demente Mensch mit allen seinen Sinnen:

  • dem taktil-kinästhetischen Sinn (Tastsinn - Muskelempfindung betreffend) dem besondere Bedeutung zukommt,
  • dem auditiven und visuellen Wahrnehmungen (hören und sehen betreffend),
  • dem olfaktorischen Sinn (Riechnerv betreffend),
  • dem oralen Wahrnehmungsvermögen (den mund betreffend).
Alle Sinnesfunktionen nehmen mit zunehmender Erkrankung ab.Ebenso nehmen die kognitiven Leistungen ab, die man aber nur über die Sinne und Bewegungen beeinflußen kann. Daher muß dieser Bereich besonders gefördert werden.

Entscheidend für ein gutes Arbeiten in der Gruppe sind:

  • die Voraußetzungen: eigener Raum, ruhiges und streßfreies Umfeld, regelmäßige Teilnahme
  • das Konzept sollte folgende Parameter berücksichtigen: es dürfen keine Erwartungen an die Erkrankten gestellt werden, die Gruppenstunde muß spielerische Elemente enthalten um die intellektuellen Restmöglichkeiten des Kranken zu stimulieren.
  • die Gruppeneinheit muß ein gleichbleibendes immer wiederkehrendes Grund- gerüst enthalten.
  • Rhythmus und Bewegung, Wahrnehmung, Brainstorming und der biographische Ansatz sollen ins Grundgerüst einfließen.
  • Der Tisch ist ein wichtiges Element, denn er gibt Rauminformation, der Tisch hilft dem Erkrankten, sich zu orientieren er gibt Halt.